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Der Scheingläubigenwahn, der Religionswahn, der Kirchen-/Sektenwahn...
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Um mich vorab zu positionieren: ich sehe mich momentan als Pantheist/ Panentheist. Dawkins kann ich immer dann zustimmen, wenn er Scheinchristen / Nominalgläubige, Pervertierungen von kirchlichen oder sektiererischen Institutionen und ihrer Funktionäre, Entstellungen und gefährliche Widersinnigkeiten von Religionssystemen und ihrer entsprechenden (heiligen) Schriften, u.ä. kritisiert, angreift und sie verdammt.
Die Landschaft ist in diesen Hinsichten sehr weit und wohlfeil- und leider braucht man da nicht einmal nur auf extreme Sekten, oder inquisitorische Jahrhunderte zurück greifen... !
- Institutionen und ihre "Fürsten" und Bürokraten.
- Religionssysteme und ihre Lehren und Schriften.
- Der Glaube an etwas "Anderes", "Zusätzliches", "Höheres", an Gott, wenn man so will.
= Dies sind noch immer (mindestens) drei verschiedene Dinge! Leider werden sie gar zu oft scheußlich vermengt- und das nutzt niemandem wirklich.
An dem Punkt, an dem Dawkins nach dem Erschaffer Gottes, wenn es ihn seiner Ansicht nach "denn gäbe", fragt, offenbart sich sein Dilemma.
Er bewegt sich INNERT eines, unseres (materiellen / physikalischen) Systems. Er setzt dieses absolut und schließt jede Metabetrachtung implizit aus.
Drei naturwissenschaftlich "heilige" Grundgesetze / Grundsätze (oder auch: Konzepte) sind unabdingbar, um unsere Welt komplett zu ordnen, begreifbar, erklärbar und grundsätzlich auch beherrschbar zu machen.
Zeit. Raum. Kausalität (also die zwingende Verknüpfung von Ursache und Wirkung).
Das sind elementarste Dinge. ... -sie versagen jedoch kläglich, wenn es um die Erklärung z.B. von "Ewigkeit" und "Unendlichkeit" geht. Und sie versagen in der Frage wie es zum "ersten Anfang" von Energie / Materie kam.
Allein dies rechtfertigt für mich schon die Frage nach Gott- und insofern stellt bereits der Titel des Buches eine persönliche Beleidigung für mich da. Nicht JedeR, der Gott für denkbar hält, oder als existent ansieht, ist sogleich ein "Wahnsinniger".
Noch einen Nachsatz zu den Glaubenssystemen: Meine persönliche "Gretchenfrage" ist da stets: "Geschieht das, was Du lehrst und tust, im Geiste der Liebe -oder tut es das nicht?"
Die zweite Frage darf dann durchaus noch die nach der Toleranz gegenüber Anders- / Nichtgläubigen sein. = Meine Attitüde hierzu findet sich in E. Lessings "Nathan der Weise". Fazit: abgesehen von der Gottesfrage an sich, ein durchaus sinnvolles Buch, das wichtige und richtige Kritikpunkte oft mehr als deutlich benennt. (BukTom Bloch aka B.Tomm-Bub)
Eine Rezension von Heinz- Burkhard Tomm-Bub "BukTom" > Ludwigshafen, Rhein
vom 25. März 2010
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